Ist Ihr Unternehmen noch unentschlossen – unsicher, ob es auf den Zug Richtung Industrie 4.0 aufspringen soll?
Artikel von Alberto Martínez, CEO von Lantek
Nur etwa die Hälfte aller deutschen Unternehmen hat laut BITKOM, Verband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, eine zentrale Strategie für ihre Digitalisierung.
Unkenntnis, Angst und Unsicherheit verhindern in vielen Firmen die notwendigen Schritte. Jedoch können und müssen diese Hürden überwunden werden – insbesondere, da die vierte industrielle Revolution begonnen hat. Sie ist unaufhaltsam – und es gibt keinen Weg zurück. Wer sich dem Wandel entzieht, wird vom Markt ausgeschlossen,
ehe er sich´s versieht.
Bevor wir auf die Vorteile dieses Prozesses für einen Industriebetrieb eingehen, wissen wir wirklich, was diese digitale Transformation bedeutet? Es geht um die intelligente Verbindung von Maschinen, Bauteilen und Prozessen mit anderen Einflussgrößen und mit dem Kunden. Diese Verbindung und Integration ermöglichen es uns, Anforderungen und Bedarfe an Fertigungskapazitäten und Leistung in Echtzeit zu kennen, um Entscheidungen schneller treffen zu können. Wir können bessere Leistungen mit unseren Betrieben erzielen und folglich sparen.
Der Fahrplan in den Unternehmen um uns herum (Zulieferer, Kunden und Wettbewerber) vermitteln uns eine Vorstellung:
• Fertigungsoptimierung: Über Sensoren, weiterentwickelte Analysemethoden und Datenverwaltung, mit künstlicher Intelligenz oder dem Internet der Dinge (IoT) können Sie die Verknüpfung Ihrer Prozesse auf ein anderes Niveau heben. Eine Software verarbeitet die Daten in Echtzeit und gibt Informationen zu Aufträgen, Lagerbeständen und Maschinenverfügbarkeit verbunden mit der Fähigkeit, Voraussagen treffen zu können. Sie hilft, Fehler zu reduzieren, Fristen zu verkürzen und einfacher Entscheidungen treffen zu können. Dies ist gleichbedeutend mit Kostenreduktion. Die Einsparungsmöglichkeiten bewegen sich gemäß dem zitierten und durch Siemens geförderten Bericht von Roland Berger, im Rahmen von 10 - 20%.
• Loyalität: Jenseits der Produktion hat die Digitalisierung einen doppelten positiven Effekt auf Ihr Zielpublikum. Einerseits erleichtert sie die Kommunikation mit Kunden, fördert individualisierte Bestellungen und eine schnelle Lieferung. Auf der anderen Seite verbessert sie das Image Ihres Unternehmens und stärkt Ihre Wahrnehmbarkeit.
• Talent: Angestellte von heute sind nicht mehr nur einem Unternehmen treu. Es macht ihnen nichts aus, umzuziehen oder eine neue Stelle zu beginnen. Sie möchten neue Erfahrungen machen, die es ihnen erlauben, sich beruflich weiterzuentwickeln. Außerdem sind sie digitale Muttersprachler. Ihnen ist Wohlbefinden, Flexibilität am Arbeitsplatz und die Möglichkeit zur Weiterbildung wichtig. Diese vierte Industrierevolution verlangt fortlaufendes Lernen, um sich an die neuen Arbeitsplätze anzupassen, die mit der Digitalisierung entstehen. Diese Digitalisierung funktioniert wie ein Magnet, um Talent festzuhalten oder anzulocken.
Wenn Sie den Mehrwert dieser Veränderungen summieren, wird Ihr Unternehmen wettbewerbsfähiger, produktiver sein und entsprechend wachsen.
Bis 2030 wird Industrie 4.0 weltweit 14 Billionen Dollar erwirtschaften, prognostiziert die Telefónica Stiftung. Obwohl in jüngster Zeit der Zugang zu Technologie demokratisiert wurde und kostengünstiger geworden ist, gewinnen vertrauenswürdige Partner zunehmend an Bedeutung, die einen umfassenden und vollständigen Service bieten können.
Verpassen Sie es also nicht, auf den Zug „Industrie 4.0“ aufzuspringen und lassen Sie sich von jenen helfen, die sich bereits auf die Reise begeben haben und über die notwendige Erfahrung verfügen, damit auch Ihr Betrieb mit von der Partie bleibt.
Während andere Branchen – wie Tourismus, Telekommunikation und Bankenwesen – bereits in die digitale Revolution eingetaucht sind und Erfolg nur noch aus Anpassung entstehen kann, ist es für die Industrie Zeit, auf den Zug aufzuspringen.
Der australische Lasersubunternehmer Online Laser Pty kann mit Hilfe der CAD/CAM- und ERP-Software von Lantek, die auf die Fertigung von Blechen spezialisiert ist, doppelt so viel produzieren wie bisher.
30 Jahre lang sind die Autogenschneidemaschinen (für starke Bleche) gefolgt von den Plasmaschneidemaschinen (für weniger starke Bleche) an der Spitze der weltweiten Distribution von Maschinenwerkzeugen zum Blechschneiden gestanden. Dabei gab es eine Nische für Wasserstrahl-, Stanz- und Laserschneidemaschinen. Die Laserschneidemaschinen eigneten sich jedoch nur für Stärken von weniger als 5 mm und waren teuer. Seitdem geht die Tendenz je nach Blechstärke in Richtung Rückgang der Autogenschneidemaschinen zu Gunsten anderer Technologien.
In jüngster Zeit sprechen wir viel darüber, wie Technologie und digitale Transformation unaufhaltsam Realität geworden sind und wie sie das Geschäftsleben und industrielle Abläufe verändern.